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Institutionen und Netzwerke zu Gendermedizin

Zum Abschluss unseres Themenzyklus haben wir euch Informationsstellen und Netzwerke zusammengestellt, bei denen wir uns in den vergangenen Wochen informiert haben. Wir haben jemand wichtigen vergessen? Hinterlasst uns gern einen Kommentar.

Institutionen

Die Deutsche Gesellschaft für geschlechtsspezifische Medizin e. V. nennt die „Bearbeitung geschlechtsbedingter Unterschiede in der klinischen Medizin, der Grundlagenforschung sowie in Prävention und den Versorgungsstrukturen, die Förderung der Geschlechterforschung, Umsetzung der Forschungsergebnisse in die medizinische Praxis und die Translation der Forschungsergebnisse an Öffentlichkeit, Politik, Behörden und Einrichtungen der Gesundheitsversorgung“ als ihre Ziele und Aufgaben.1

Das Institut Gender in Medicine hat seinen Sitz an der Charité Universitätsmedizin Berlin: „Das Ziel des Gender in Medicine (GiM) ist die systematische Untersuchung von Geschlechterunterschieden in Gesundheit und Krankheit, ihre Einführung in die Lehre und die Erarbeitung und Implementierung von geschlechtersensiblen Strategien in die Krankenversorgung.“2

Medikamentinnen, Magarete Ammon Stiftung, Website oder Instagram: „Die Margarete-Ammon-Stiftung setzt sich seit Jahren für die geschlechterspezifische Medizinforschung und deren Umsetzung in die Praxis ein. Ziel ist, sich von alten Denkmustern zu befreien: Nur wenn wir von Anfang an die Unterschiede zwischen Frauen und Männern mitdenken, können Prävention, Diagnostik, Therapie, Rehabilitation und Pflege speziell auf die Bedürfnisse von Frau und Mann abgestimmt werden.“3 Sie fordern bessere Datenerhebungen, bessere Aus- und Weiterbildung, mehr (interdisziplinäre) Vernetzung sowie mehr Frauen in Führungspositionen.

Männergesundheitsportal, Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, https://www.maennergesundheitsportal.de/, Zugriff am 12. Februar 2021.

klit:COLOGNE

Netzwerke

Der Arbeitskreis Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft e.V. (AKF) „ […] organisiert Hebammen, Ärztinnen, Psychologinnen und Pädagoginnen, Heilpraktikerinnen, in den Pflegeberufen Tätige, Selbsthilfe und Gesundheitswissenschaftlerinnen, vereint Berufsverbände und Organisationen, Frauenberatungsstellen, Frauengesundheitszentren und Selbsthilfeverbände und vertritt die Interessen von Frauen als Patientinnen, als Expertinnen und als Bürgerinnen. Der AKF ist anerkannt gemeinnützig und besteht seit 1993.“

Black in Medicine ist das Netzwerk Schwarzer Mediziner*innen: „Welche Erfahrungen und Schwierigkeiten erleben wir als Schwarze Menschen im deutschen Gesundheitssystem – sei es als Patient*innen oder Versorgende? Mit dieser Kampagne möchten wir darauf aufmerksam machen!“ Ihr findet sie auf der Website, bei Instagram@blackinmedicine.de oder Twitter @BlackInMeD.

Der Deutsche Ärztinnenbund: „Wir haben regional, national und international die Rahmenbedingungen für Frauen im Arztberuf im Blick und setzen uns für eine verstärkte Forschung zu den offenen Fragen der Gendermedizin ein. Das erreichen wir durch Leadership und aktive Interessenvertretung, Fortbildung und Coaching sowie strategische Partnerschaften.“4

Das Institut für Gender-Gesundheit e. V. gründete sich 2016 im Rahmen des Bundeskongress Gender-Gesundheit und hat seinen Sitz in Berlin: „Der Verein möchte dazu beitragen, dass Themen rund um eine geschlechtsspezifische Gesundheitsversorgung auf die gesundheitspolitische Tagesordnung kommen. So finden Erkenntnisse aus der Gender-Medizin z.T. nur zögernd ihre Berücksichtigung in Behandlungsleitlinien. Auch innerhalb der Systemstrukturen ist eine ausgewogene Geschlechterparität (noch) nicht zu beobachten. Obwohl die Anzahl der Ärztinnen in den letzten 20 Jahren stetig zugenommen hat und die nicht-ärztlichen Gesundheitsberufe ohnehin überwiegend von Frauen ausgeübt werden, sind leitende Postionen in Kliniken, in Gremien oder auf Lehrstühlen noch überwiegend männlich besetzt.“5

Medical Women’s International Association: “MWIA is an association of medical women and students representing women doctors from all six continents and eight regions.”6 Den Link zur Website gibt es hier.


Zur Sprache auf diesem Blog: Immer, wenn wir Genderbezeichnungen nutzen, beziehen wir uns gleichermaßen auf trans wie cis Menschen. Uns ist bewusst, dass die von uns verwendeten Begriffe soziale Konstrukte sind und es mehr als zwei Geschlechter gibt. Um gendersensible Sprache zu verwenden, nutzen wir den Doppelpunkt. Falls wir über eine Person schreiben, die sich eine andere Selbstbezeichnung wünscht, verwenden wir diese.

Autorin

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  1. Website DGESGM, https://www.dgesgm.de/ziele-aufgaben-dgesgm.html, Zugriff am 12. Februar 2021. []
  2. Website GIM, https://gender.charite.de/ueber_das_gim/, Zugriff am 12. Februar 2021. []
  3. Website Margarete Ammon Stiftung, Gendermedizin, https://www.margarete-ammon-stiftung.de/gendermedizin, Zugriff am 12. Februar 2021 []
  4. Website Deutscher Ärztinnenbund e. V., Wir sind, https://www.aerztinnenbund.de/Deutscher_AErztinnenbund_eV.0.102.1.html, Zugriff am 12. Februar 2021. []
  5. Website Bundeskongress Gendergesundheit, https://www.bundeskongress-gender-gesundheit.de/, Zugriff am 12. Februar 2021. []
  6. Website MWIA, About us, https://mwia.net/, Zugriff am 12. Februar 2021. []

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