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Einführung: Selbstfürsorge

Für uns alle haben die momentanen Umstände aufgrund der Corona-Pandemie Auswirkungen auf die Art, wie wir unser Leben gestalten. Zunächst konnten wir unseren Salon wieder nicht wie sonst in Person abhalten, sondern mussten, wie wir es aus dem ersten Lockdown bereits kannten, auf ein Online-Format umsteigen. 

Und worüber könnten wir uns austauschen, das wichtig sein könnte in dieser Zeit der sozialen Isolation? Genau, „Selbstfürsorge“ oder auch die spritzigere Variante: „Selfcare“.

Bei der Planung des Online-Salons stellten Katja und ich uns einen gemütlichen Abend vor, an dem wir uns darüber austauschen, was uns guttut und wie wir auf uns achten. Tatsächlich haben wir uns in einer regen Diskussion darüber wiedergefunden, wie viele verschiedene Seiten Selbstfürsorge hat und wie konträr unsere Ansichten dazu sind. 

Mit einigen davon wollen wir uns diesen Monat hier beschäftigen. 

Begrifflich haben wir „Selbstfürsorge“ von „Selfcare” unterschieden. Schon bei dem Wort „Selfcare“ kamen uns verschiedene Instagram-Beiträge zu Produkten in den Sinn, die wir unbedingt kaufen sollten, damit es uns besser geht. Ich meine, wenn BibisBeautyPalace den Badeschaum auch verwendet um sich nach einem stressigen Tag zu entspannen, dann wird mir das doch bestimmt auch helfen… oder?
Da war sie also, die konsumorientierte Selbstfürsorge, die durch die sogenannten sozialen Medien befeuert wird. Kauf das, dann fühlst du dich besser. Hier, guck mal, ich habe mir ein Wellness-Wochenende in der Sächsischen Schweiz gegönnt, das könnte dir auch helfen… Aber vor allem hilft es beim Geldausgeben und Vortäuschen, dass ich mir eine gewisse Entspannung und Ausgeglichenheit mit Geld kaufen kann. Natürlich nur, wenn ich das Geld und die Zeit dafür auch habe. Selfcare scheint also ein Privileg zu sein, was sehr vielen Menschen verwehrt ist.

Allerdings haben wir auch über die schönen Seiten des „Sich-um-sich-selbst-Kümmern“ geredet, zu der unserer Meinung besser das Wort „Selbstfürsorge“ passt. Denn diese Form konzentriert sich auf die Frage: Wie geht es mir? Was brauche ich? Was tut mir gut?

In den kommenden Wochen wollen wir euch einen kleinen Einblick in unsere Diskussionen verschaffen und gemeinsam überlegen, was Selbstfürsorge für Frauen bedeutet und inwiefern man diese von einem feministischen Standpunkt aus betrachten kann. Dazu haben wir natürlich wieder ein paar Fakten für euch, Erfahrungsberichte und verschiedene Blickwinkel, die es sich einzunehmen lohnt. 

Wir freuen uns auf spannende Sichtweisen z. B. wie Selbstfürsorge als politischer Akt zu verstehen ist.

Autorin

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